Kinderquads
Eine Fahrt auf dem Kinderquad bringt die Augen des Nachwuchses zum Leuchten und sorgt für wahre Begeisterungsstürme. Kein Wunder, dass sich die kleinen vierrädrigen Maschinen in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen. Da es sich bei einem Quad um ein Moto Cross Fahrzeug handelt, ist es eigentlich zum Fahren auf unwegsamen Gelände entwickelt worden- aber es bringt auch auf geraden Flächen immer wieder Spaß.
Als wichtigste Voraussetzung muss vor dem Kauf bedacht werden, dass zum Fahren eines Quads viel Platz erforderlich ist. Da Kinderquads nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind, sollte eine große (bestenfalls umzäunte) Gartenfläche vorhanden sein. Auch auf gut einsehbaren Wald- und Feldwegen ist es den Sprösslingen möglich, sich den Fahrtwind ins Gesicht wehen zu lassen.
Sollten Eltern Angst ums Kind haben beim Quadfahren?
Eltern reagieren meist skeptisch, wenn ihre Kinder Begeisterung für das Quadfahren entdecken. Dies ist durchaus verständlich: Immerhin handelt es sich auch bei einem Kinderquad um ein motorisiertes Fahrzeug, das zum Teil Spitzengeschwindigkeiten von über 60 km/h erreichen kann. Bei der Wahl eines sicheren Modells und der richtigen Schutzkleidung sind diese Sorgen aber in aller Regel unbegründet und eine Fahrt auf dem Kinderquad verläuft ebenso harmlos wie eine Fahrradtour.
Wie alt muss mein Kind sein für ein Quad?
Wann ein Kind alt genug ist, um ein Quad verantwortungsbewusst zu beherrschen, ist natürlich individuell verschieden. So werden Quads im Handel angeboten, die bereits für Kinder ab vier Jahren geeignet sein sollen. In aller Regel sind Kinder aber meist erst mit sechs Jahren in der Lage, ein solches Fahrzeug sicher selbst zu führen. Gibt es bezüglich der Fahrtauglichkeit Bedenken, so ist es ratsam, zunächst einige Testfahrten zu absolvieren. Hierzu bieten sich öffentliche Quad-Bahnen an, die an immer mehr Orten in Deutschland entstehen. Dort kann dann vor dem Kauf eines meist recht kostspieligen Quads ebenso geprüft werden, ob sich ein Kind für das Fahren auch tatsächlich anhaltend begeistern kann.
Benzin oder Elektromotor?
Kinderquads werden mit Benzin- und Elektromotor angeboten. Die Wahl ist hierbei Geschmackssache, wobei zu beachten ist, dass ein Elektromotor durch die geringere Lärm- und Geruchsentwicklung meist nachbarfreundlicher ist. Im Gegensatz dazu bietet ein Benziner ein „realistischeres“ Fahrgefühl.
Was kostet ein Kinderquad?
Quads für Kinder sind ab etwa 250 Euro erhältlich, teurere Modelle schlagen hingegen mit deutlich mehr als 500 Euro zu Buche. Preiserwägungen sollten bei der Kaufentscheidung aber nicht die größte Rolle spielen. Denn ein empfehlenswertes Quad muss vor allem die Sicherheit des Kindes gewährleisten können. Empfehlenswert ist die Ausstattung mit einem doppelten Bremssystem, welches das Quad stets sicher zum Stehen bringt. Gerade für die Anfangszeit sollten Eltern darauf Wert legen, dass die Geschwindigkeit des Quads drosselbar ist. Eine Fernbedienung ermöglicht es zudem, auch aus größerer Entfernung jederzeit den Motor ausschalten zu können. Wichtig ist auch das Vorhandensein einer Sicherheitsleine: Durch diese wird das Fahrzeug sofort gestoppt, wenn das Kind einmal herunterfallen sollte. Schließlich ist auf eine ausreichende Federung des Quads zu achten.
Für Kinder ist zudem das Tragen von Schutzbekleidung unerlässlich. Wichtigster Bestandteil ist dabei ein Helm, der – ähnlich wie beim Fahrrad – individuell an die Größe des Kopfes angepasst sein muss. Ergänzt werden sollte das Outfit durch eine robuste Jacke und eine ebensolche Hose.
